Wasserversorgung bleibt weiterhin Herausforderung

23.04.2018 15:33

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Doch der fehlende Niederschlag und die sinkenden Grundwasserspiegel machen es immer schwieriger die Versorgungssicherheit in der bisherigen Qualität zu gewährleisten.

In Merkengersch wurde im Vorjahr ein zusätzlicher Brunnen errichtet, der nach der behördlichen Bewilligung zusätzliches Trinkwasser liefern wird. Darüber hinaus wird an der Erschließung weiterer Quellen in Merkengersch gearbeitet.

Im Vorjahr wurden in Dobersberg bereits Probebohrungen durchgeführt, die jedoch leider keine positiven Ergebnisse brachten. Inzwischen hat sich jedoch innerhalb kürzester Zeit der Zufluss in den Brunnenfeldern Hohenauer Straße und Thayagasse dramatisch verringert. Die Versorgungssicherheit kann daher momentan nur mit Wassertransporten aus der Gemeinde Thaya aufrechterhalten werden. Im Jänner 2018 wurde bereits eine neuerliche Probebohrung in der Thayagasse ausgeschrieben. In 60 Meter Tiefe konnte nun eine ergiebige Quelle gefunden werden. Die Erstellung der Gutachten und Unterlagen zur wasserrechtlichen Genehmigung ist bereits im Laufen. Ein Anschluss ist aber erst nach Vorliegen eines positiven Genehmigungsbescheides möglich, was trotz der Bemühungen aller beteiligten Behörden einige Zeit dauern dürfte. Bis dahin müssen die kostspieligen Wassertransporte weiterlaufen.

Wir ersuchen daher um Verständnis, dass in dieser Ausnahmesituation die Befüllung von privaten Pools oder Schwimmbecken aus den öffentlichen Wasserleitungen in Dobersberg und Merkengersch bis auf weiteres nicht möglich ist. Außergewöhnliche Ereignisse erfordern besondere Lösungen: Daher bieten wir als Abhilfe für diese Orte in Zusammenarbeit mit der Firma Kernstock einen Zustellservice für „Poolwasser“ an. Interessenten, die ihren Pool füllen wollen, werden gebeten ihren Bedarf (Menge und geschätzter Zeitraum) am Gemeindeamt Dobersberg, Tel. 02843/2332 oder per Mail an gemeinde@dobersberg.gv.at möglichst bald zu melden. Nach Erreichen einer entsprechenden Menge wird der Termin für die Zustellung vereinbart. Den Pooleigentümern werden nach der Lieferung lediglich die Wassermenge mit € 2,15/m³ und eine Zustellpauschale in Höhe von € 30,00 durch die Gemeinde verrechnet.

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass die Bewässerung des Sportplatzes und der Tennisanlagen nicht aus der öffentlichen Wasserleitung sondern durch separate Brunnen erfolgt.

Trotz aller Maßnahmen wird es auch in Zukunft nicht leichter werden die Trinkwasserversorgung in unserer Gemeinde sicherzustellen. Daher ist das Verständnis für die nachhaltige und ökonomische Verwendung des „Bodenschatzes Wasser“ umso wichtiger. 

23.04.2018